Sonntag, 28. November 2010

Aprikosen-Streuselkuchen

Nach einem Schneespaziergang am frühen Nachmittag freuten sich vier große und fünf kleine Gemüse auf eine Tasse Kaffee oder Kakao und ein Stück Kuchen mit Sahne. Aufgrund des erwarteten großen Kuchenappetits mußte daher ein Blechkuchen her. Und hier bin ich fündig geworden:

Teig

  • 200 ml Milch
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 400 g Mehl
  • 40 g Butter
  • 2 Eigelb

Belag

  • 10-12 Aprikosen (da ja Ende November ist und wir im westlichen Rheinlandes wohnen, blieb mir nur eine große Dose ungezuckerte Aprikosen übrig)
  • 50 g weiche Butter
  • 30 g Puderzucker
  • 50 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 90 g Mehl
  • Mandelstifte oder -blättchen
  • ggf. Hagelzucker zum Bestreuen

Im Rezept stand, daß man für den Hefeteig die Milch mit der Butter leicht erwärmen sollte. Die Hefe sollte in den Zucker gebröckelt und gut mit diesem bedecket werden und sich so auflösen. Dann sollte man die Hefe-Zuckermischung mit Mehl, Salz, Milch, Butter und Eigelben zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Häh - hab ich irgendwie trotz Hochschulabschluß nicht kapiert!!! Nur Zucker mit Hefe mischen - so auflösen?????? OK, Rezept kommt ja aus einem sehr umfangreichen Blog - wird schon stimmen. Also hab ich mich Wort für Wort vorgetastet und: Tatsächlich, die Hefe löst sich wirklich auf, wenn man sie nur mit dem Zucker mischt!!! (Mir war zwar klar, dass sie den Zucker als Nahrung braucht, aber daß das auch so geht..... wieder was gelernt.) Wo war ich? Ach ja, Teig zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Dann den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche nochmals durchkneten und ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 20 Minuten ruhen lassen. Inzwischen die Aprikosen waschen, entkernen und in Spalten schneiden oder -wie heute- Dose öffnen, auf ein Sieb geben und in Spalten schneiden.

Für die Creme mit dem Mixer die Butter mit dem Puderzucker sehr cremig rühren, in einen Gefrierbeutel geben und eine kleine Ecke abschneiden. Für die Streusel Butter mit Zucker und Mehl mischen und zu Streuseln reiben.

Mit den Fingern in den Teig kleine Mulden drücken. Einen Teil der Buttercreme in die Mulden spritzen. Die Aprikosen auf dem Teig verteilen und die restliche Creme in die Zwischenräume spritzen. Die Streusel auf dem Kuchen verteilen. Ggf etwas Hagelzucker darüber verteilen. Zum Schluss die Mandelstifte oder -plättchen über den Kuchen streuen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft nicht empfehlenswert) auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen.

Quelle: FoolforFood

Samstag, 27. November 2010

Ein großer Topf Erbsensuppe

Heute Morgen war Basteln in der Schule angesagt. Damit wir dennoch nicht verhungern, hatte ich gestern einen großen Topf Erbsensuppe gekocht, der ja bekanntlich am zweiten Tag noch besser schmeckt - mir sowieso, weil dann mehr Tageszeit für mich bleibt. Man muß lediglich bedenken, dass die Erbsen ja noch einen Tag eher über Nacht eingeweicht werden müssen!

Zutaten
  • 1 kg Kartoffeln
  • 500 g Erbsen - grüne oder gelbe. (Ich mag - warum auch immer - die grünen lieber. Es können auch Schälerbsen verwendet werden, die müssen dann auch nicht mehr eingeweicht werden)
  • 1 Zwiebel
  • Suppengrün
  • 40 g Butter
  • 1 - 2 EL Mehl
  • Salz
  • 4 Brühwürstchen (werden zum Schluß in die fertige Suppe gegeben)
  • 2 geräucherte Bratwürste
  • 1 - 2 Streifen geräucherter Bauchspeck
  • 1 Eisbein, wer mag (ich mag nicht, darum wirds auch nie in unsere Suppe kommen)

Am Vortag Erbsen waschen und über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Erbsen im Einweichwasser mit dem Bauchspeck, den geräucherten Bratwürsten und ggf. dem Eisbein (dann aber später ACHTUNG wegen Knochensplittern) zum Kochen bringen und ca. 45 Minuten köcheln lassen. Dann die geschälten und gewürfelten Kartoffeln zugeben sowie das gewürfelte Suppengrün und weitere 15 Minuten kochen, bis die Kartoffeln gar sind.

In einem anderen Topf die Butter auslassen und die gewürfelte Zwiebel darin glasig anbraten. 1 - 2 EL Mehl zugeben, anschwitzen und mit der Brühe von der Erbsensuppe ablöschen. Zu der Suppe geben und alles noch einmal aufkochen und abschmecken.

Bauchspeck und geräucherte Würstchen in mundgerechte Stücke schneiden. Auch die klein geschnittenen Brühwürstchen zur Suppe geben und kurz mit erwärmen lassen. Mit Brot servieren.

Sonntag, 21. November 2010

Lachstarte

Da das Wetter heute so schön sonnig war, wollte ich möglichst wenig Zeit in der Küche verbringen. Da wir nach einem Spaziergang mit dem Vierbeiner aber sehr hungrig waren, sollte etwas "schnelles" auf den Tisch. Darum gab es bei uns heute eine Lachstarte mit Salat. Der Salat hatte sich zum Zeitpunkt des Fotoshootings allerdings schon atomisiert, daher konnte auf dem Foto lediglich ein Stück Tarte abgelichtet werden.

Zutaten
  • 250 g Mehl Typ 550
  • 125 g weiche gesalzene Butter
  • 1 Eigelb
  • ca 50 ml Wasser
  • 200 g Räucherlachs
  • 200 g Lachsfilet ohne Gräten
  • etwas Schnittlauch
  • 3 Eier
  • 300 g Sahne
  • Pfeffer, Salz
Aus dem Mehl, der Butter, dem Eigelb und dem Wasser möglichst rasch einen Mürbeteig herstellen. In Folie gewickelt mindestens 2 Stunden kühl stellen. Anschließend auf leicht bemehlter Fläche ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auskleiden (Durchmesser 28 cm), mit einer Gabel mehrmals einstechen und in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 160°C Umluft mit Unterhitze vorheizen.

Den Räucherlachs in Streifen, den Lachsfilet in Würfel und den Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden. Die Eier in einer Schüssel gut mit der Sahne verquirlen. Lachs und Schnittlauch zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Fisch auf dem Tarteboden verteilen und die Tarte ca. 40 Minuten backen.


Quelle: Dudemaine, Sophie: Tartes, Quiches und Salate - leicht abgewandelt.

Samstag, 20. November 2010

Tarte Tatin mit Schalotten

Wer Zwiebeln in allen Varianten mag, wird diese Tarte lieben. Wir hätten uns reinlegen können in diesen säuerlich-süßen Geschmack. Aber Obacht - es ist eine Tarte mit nachhaltiger Wirkung ;-). Vielleicht sollte man am nächsten Tag kein Langzeitseminar oder eine mehrstündige Besprechung anberaumen.


Teig
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Meersalz
  • 60 g kalte Butter
  • 2 TL grobkörniger Senf
  • 1 Eigelb
Belag
  • 750 g große braune Schalotten
  • 50 g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 EL feiner Rohzucker
  • 3 EL Balsamico-Essig
Mehl mit Meersalz in eine Schüssel sieben. Butter und Senf kurz unterkneten, bis eine krümelige Masse entsteht. Das verquirlte Eigelb zugeben und so schnell wie möglich zu einem Teig verarbeiten. Zu einer Scheibe formen und in Folie gewickelt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Schalotten schälen, dabei die Wurzelansätze nicht beschädigen. (Dies geht recht gut, wenn man die Schalotten für 5 Minuten in kochendes Wasser legt, gut abtropfen und etwas abkühlen läßt). Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Schalotten darin unter ständigem Wenden 15 Minuten anschwitzen. Wenn die Schalotten weich zu werden beginnen den Zucker, den Essig und 3 EL Wasser hinzugeben und so lange weiterrühren, bis sich der Zucker auflöst. Weitere 15 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen. Die Flüssigkeit sollte dann eine sirupartige Konsistenz haben.















Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Tarteform von 20 cm Durchmesser einfetten und die Schalotten dicht nebeneinander einsortieren. Schalotten mit der Garflüssigkeit begießen. Teig auf einem Stück Backpapier oder zwischen Klarsichtfolie 1 cm dick und etwas größer als die Form ausrollen. Auf die Schalotten stürzen und an den Seiten gut nach unten drücken. Im Ofen ca. 20 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten auskühlen lassen, vorsichtig stürzen und noch warm essen.
















Quelle: Kitchen, Leanne: Obst & Gemüse

Mittwoch, 17. November 2010

Schoko-Cookies mit Pistazien und Rosa Pfefferbeeren


Diese Cookies sollte ich auf KEINEN Fall jemals wieder backen, denn.... ich kann einfach nicht aufhören sie zu essen. Jedes Mal, wenn ich an der Keksdose vorbeikomme MUSS ich einfach einen oder zwei mitnehmen... vielleicht sollte ich die Dose mal in den Keller bringen..;-)



Zutaten für ca. 50 Stück
  • 150 g Zartbitterschokolade
  • 60 g Pistazien
  • 170 g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 2 EL Rosa Pfefferbeeren
  • 120 g weiche Butter
  • 60 g brauner Zucker
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 1 TL abgeriebene unbehandelte Orangenschale
  • Salz
  • 1 Ei
  • Mehl für die Arbeitsfläche und Backpapier für die Bleche
Die Schokolade und die Pistazien klein hacken. Dann das Mehl mit dem Natron mischen und in eine Schüssel sieben. Die Schokolade und die Pistazien mit den Pfefferbeerenmischen. Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillemark, der Orangeschale und 1 Prise Salz schaumig schlagen. Das Ei trennen und zuerst das Eigelb, dann das Eiweiß unterrühren. Die Mehlmischung zugeben und alles kurz zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche Rollen mit einem Durchmesser von ca. 2 cm formen und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Backbleche vorbereiten. Von den Teigrollen 1 cm dicke Scheiben abschneiden und auf die Bleche setzen. Die Cookies im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 12 Miuten backen. Herausnehmen, auskühlen lassen Fazit: .......ich muß unbedingt für Nachschub sorgen!!!

Quelle: Schubeck, Alfons: Meine Küche der Gewürze

Sonntag, 14. November 2010

Rote Bete Gratin

Mögt Ihr Rote Bete? Das kleine Gemüse hat dafür in jedem Fall rein gar nichts übrig. Ich hingegen esse sie sehr sehr gern - am liebsten in Form eines Gratins, z. B. mit Gorgonzola. Alle Jubeljahre (man mag es sich mit dem kleinen Gemüse ja nicht ganz verscherzen) gibt es daher (eine gaaaaanz große Form) von diesem Gratin. Optisch nicht so ganz ansprechen - geschmacklich aber "zum Reinsetzen":













Zutaten
  • 500 g Kartoffeln
  • 300 g Rote Bete
  • 2 Zwiebeln
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Cayennepfeffer
  • 125 g Gorgonzola oder Roquefort
  • 1/8 l Sahne
  • 1/4 l Milch
Kartoffeln, Rote Bete und Zwiebeln schälen und mit der Küchenmaschine in gleich starke Scheiben hobeln. Abwechselnd in eine gut ausgebutterte und ausreichend große Auflaufform schichten, dabei jeweils salzen, pfeffern, mit Muskat, Cayennepfeffer und Würfeln vom Gorgonzola bzw. Roquefort bestreuen. Sahne mit Milch kurz aufkochen und über das Gemüse gießen.

Weil die Sahne-Milch-Mischung zum Schluß brodelnd kocht, ist es sehr wichtig eine Form mit einem ausreichend hohen Rand zu wählen. Dann noch Butterflöckchen über das Gratin geben und das Gratin bei 200°C Umluft ca. 50 - 60 Minuten backen, bis das Gemüse schön weich ist.

Mittwoch, 10. November 2010

Quittengelee


Auf dem Markt habe ich heute noch ein paar ortsansässige Quitten erstanden, denn an Quittengelee wollte ich mich seit Jahren mal wieder versuchen:

Zutaten
  • 1 kg Quitten
  • 750 ml Wasser
  • 2 - 3 Stängel Zitronenmelisse
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • Saft einer halben Zitrone
Quitten waschen bzw. putzen, Stiel und Blütenansatz herausschneiden und die Quitten würfeln. In einen Topf geben und mit 750 ml Wasser begießen. Zum Kochen bringen und ca 45 Minuten zugedeckt garen. Dann ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und auf eine Schüssel stellen. Alles hineingießen und abtropfen lassen, zum Schluss leicht ausdrücken. Es ergibt ca. 800 ml Quittensaft.

Den Saft mit der Zitronenmelisse, dem Gelierzucker und dem Zitronensaft verrühren und langsam aufkochen lassen. Mindestens 3 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Melisse herausnehmen und in Gläser abfüllen. Ergab 4 Gläser à 250 ml.
Nachtrag: Variante mit kandiertem Ingwer
Bei einer Gesamtsaftmenge von 2/3 Quittensaft und 1/3 Apfelsaft im entsprechenden Verhältnis Gelierzucker 1:3 zufügen. Klein geschnittenen kandierten Ingwer zugeben (es sollte später je Gläschen 1/2 bis 1 EL Ingwer enthalten sein) sowie gemahlene Vanille nach Geschmack. Alles im Topf verrühren und zum Kochen bringen. 5 Minuten unter Rühren kochen lassen und in Gläser abfüllen.
Mir persönlich schmeckt diese Ingwer-Variante sogar noch besser als die einfache Version.

Montag, 1. November 2010

Obst-Mandelcreme-Tartelettes

...hier in der Apfel-Version:

Teig
  • 210 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 75 ml sehr kaltes Wasser
  • 100 g kalte Butter, in Würfel geschnitten
  • 60 g Schmalz
Frangipane
  • 65 g weiche Butter
  • 65 g Zucker
  • 1 großes Ei
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 3 EL Milch oder Sahne
  • 2 TL Mehl
und
  • 1 Apfel, Birne oder anderes Obst der Saison
  • etwas Aprikosenmarmelade zum Bestreichen der Tartelettes
Mehl, Zucker, Salz abmessen und in eine Rührschüssel geben. Das Wasser abmessen, dabei darauf achten, dass es sehr kalt ist.

Die Butter und das Schmalz mit den Fingerspitzen grob ins Mehlgemisch einarbeiten. Das kalte Wasser - bis auf einen Esslöffel - mit einer Gabel in den Teig mischen, bis alles so eben vermengt ist. Das restliche Waser nach Bedarf verwenden. Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und schnell - damit die Butter nicht weich wird - zu einer 2 cm dicken Scheibe formen. In Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Der Teig muss gut durchgekühlt sein, damit er sich gut ausrollen lässt.

Für die Mandelcreme die Butter und den Zucker cremig schlagen. Das Ei hinzufügen und gut durchschlagen, dann erst die gemahlenen Mandeln und anschließend die Sahne zugeben. Wenn alles gut vermischt ist, vorsichtig das Mehl unterheben.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausrollen.

Einzelne Kreise für die Tarteförmchen "ausschneiden" (dabei den 1 cm Rand einrechnen). Teigkreise in die gefetteten Förmchen geben. Mandelcreme einfüllen und mit Apfel- oder Birnenspalten belegen.

25 - 30 Minuten backen. Wenn die Kruste oder die Füllung zu dunkel werden, die Tartelettes zwischendurch mit Alufolie abdecken. Nachdem sie etwas abgekühlt sind, mit ein wenig Aprikosenmarmelade betreichen.

...schmecken auch noch sehr gut aufgebacken nach einem Tiefkühlaufenthalt!













Quelle: Schwartau